
"Selamat Datang", Herzlich Willkommen in Malaysia. Dieses Land bietet ein echtes Asienerlebnis, denn es ist mit einer reichen Vielfalt der Kulturen gesegnet. Erleben sie die bezaubernden Wunder dieses Landes: bunte Feste, atemberaubende Hochhäuser, historische Gebäude von traditionellem Charme, zauberhafte Insel und Strände, sowie Millionen Jahre alte Regenwälder mit einer faszinierenden Flora und Fauna. Ein Land, wie geschaffen für einen Traumurlaub.

"ein Malaysia" lautet deshalb der Slogan mit dem die Regierung für das Zusammenwachsen im Nationalstaat wirbt, um Einheit und Stabilität zu erhalten. Diese Völkervielfalt ist ein Erbe der bewegten Geschichte Malaysias als Handelszentrum.
Der Islam ist heute gemäß der Verfassung Staatsreligion. Alle Malaiinnen und Malaien sind von Geburt an muslimisch, das sind 50%. Daneben gibt es chinesisch stämmige 23,7%, indisch stämmige 7%, indigene Völker 11% und Menschen anderer Herkunft 7,8%, die gehören größtenteils dem Buddhismus, Hinduismus, Christentum (9%) und anderen Religionen an. Aber immer wieder kommt es zu Benachteiligungen der religiösen Minderheiten. So versucht man z. B. durchzusetzen, dass der Gottesname "Allah" den Muslimen vorbehalten bleibt und Christen den Vater Jesu Christi nicht "Allah" nennen dürfen.
Am 31. August 1957 entließ die britische Kolonialmacht Malaysia in die Unabhängigkeit. Der Tag ist heute Nationalfeiertag. Seit Beginn der 90er Jahre erlebt Westmalaysia eine rasante industrielle Entwicklung und zählt heute zu den 15 bedeutendsten Handelsnationen. In diesem Teil des Landes liegt auch die Hauptstadt Kuala Lumpur. Dort leben 80% der Bevölkerung. Im anderen Teil des Landes auf der Insel Borneo, bestehend aus Sarawak und Sabah, leben besonders indigene Völker mit hohem Christenanteil.Zauberhaft ist Malaysia, und die vielen Touristen und Geschäftsleute sind gern gesehene Besucher und werden "Herzlich Willkommen" geheißen, weil sie maßgeblich zum Aufschwung Malaysias beitragen.
Aber unter dem Glanz gibt es Korruption, Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen. Arbeitsmigrantinnen aus den umliegenden Ländern, wie Indonesien, strömen ins Land. Die boomende Wirtschaft braucht sie. Aber sie werden ausgenutzt und ausgegrenzt. Sie führen ein Leben ohne Würde.
"Steht auf für Gerechtigkeit" ist das Motto des Weltgebetstages, das uns die Christinnen aus Malaysia zurufen. Es ist gefährlich, öffentlich Kritik zu üben, aber die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie zum Gottesdienst einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen.
Wir hören vom Propheten Habakuk, der seine harten Klagen zu Gott schreit, und lesen in der Gottesdienstordnung dazu:
"Gerade als Christinnen und Christen sind wir verpflichtet, uns in politische Angelegenheiten einzumischen, darum haben wir unsere Stimmen zu erheben gegen alle Formen von Ungerechtigkeit."
Auch durch das Gleichnis von der beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter (Lukas18) werden wir ermutigt, uns für Veränderungen einzusetzen. "Zusammen können viele kleine Taten eine starke Dynamik auslösen", schreiben die Weltgebetstagsfrauen aus Malaysia.